Page 55 - Das Magazin 2019
P. 55

 Oktober 2019
  Ausführungen (z.B. Silikon oder aktive Unterdruck-Sys- teme) werden unterschiedlich Aspekten gerecht Magnetresonanztomografie (MRT): (Syn. Kernspinto- mografie) bildgebende Untersuchung, bei der mehrere Schichtbilder erstellt werden (griech. tome "Schnitt", graphein "schreiben"). Die Methode arbeitet mit Mag- netfeldern und Radiowellen und misst, wie stark die Wassermoleküle des Körpers durch einen starken Mag- neten abgelenkt werden. Im Gegensatz zu Röntgen- untersuchungen geht eine MRT mit keiner Strahlen- belastung einher. Funktions-MRTs dienen zur Darstel- lung von Sprach- u. Bewegungszentren, ein sog. Fibre- Tracking MRT zur Darstellung von Nervenfasersträngen. MRT: siehe Magnetresonanztomografie
multipel: mehrfach vorkommend
multiple zerebrale Kavernome (auch familiäre Kaver- nomatose): zerebrale kavernöse Malformationen (ce- rebral cavernous malformations = CCM) können familiär auftreten und folgen dann einem autosomal-dominan- ten Erbgang. Das bedeutet, dass Verwandte 1. Grades (Eltern, Geschwister, Kinder) ein 50%iges Risiko haben, ebenfalls Träger einer zuvor in der Familie identifizier- ten Mutation zu sein. Hauptmerkmal der familiären bzw. erblichen Kavernomatose sind eine positive Familien- anamnese und/ oder das Vorkommen mehrerer Kaver- nome bei einer betroffenen Person.
multifokal: an mehreren Orten des Körpers gleichzeitig bemerkbar
Mikro-Thrombose: siehe Thrombose
nekrotisch: abgestorben (im Stadium der Nekrose) Nekrose: örtlicher Gewebstod, Absterben von Zellen, Gewebs- oder Organbezirken als pathologische Reakti- on auf bestimmte Einwirkungen
Neuroleptika: (von griechisch neuron "Nerv", lepsis "ergreifen") oder Antipsychotika sind Arzneistoffe aus der Gruppe der Psychopharmaka, die eine dämpfende (sedierende) und antipsychotische (den Realitätsverlust bekämpfende) Wirkung besitzen
nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAR): sind Schmerzmittel mit schmerzlindernden, fiebersenken- den und entzündungshemmenden Eigenschaften (z.B. Ibuprofen). Sie werden für die Behandlung von Schmer- zen, bei Fieber, entzündlichen und degenerativen Erkrankungen und für die Vorbeugung kardiovaskulärer Ereignisse eingesetzt. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Verdauungsbe- schwerden und zentralnervöse Störungen. Alle NSAR können selten und vor allem bei einer längerfristigen Einnahme schwere bis lebensgefährliche Nebenwirkun- gen verursachen. Die Arzneimittel haben eine hohes Interaktionspotential.
Nomenklatur: (lateinisch nomenclatura "Namensver- zeichnis"‘) ist eine Sammlung von Benennungen und Fachausdrücken aus einem bestimmten Themen- oder Anwendungsgebiet, die für bestimmte Bereiche ver- bindlich ist.
Nosologie: (auch Krankheitslehre) ist die Lehre von der medizinischen Einteilung der Erkrankungen Observationsstudie: Als Beobachtungsstudie bezeich-
net man meistens eine patientenbezogene Datenerhe- bung im Gesundheitsbereich, z. B. über den regulären Einsatz von Medikamenten in Therapien. Bei Beobach- tungsstudien werden keine Experimente und keine zusätzlichen Untersuchungen durchgeführt. Sie werden meist als rein explorative Studien angelegt, zum Gene- rieren von Hypothesen, oder auch zum Abschätzen der Gültigkeit von Hypothesen.
Orphan Diseases: seltene Erkrankungen (von englisch orphan "Waise")
pathophysiologisch: bezogen auf krankhaft veränderte Körperfunktionen
peripher: in den äußeren Zonen des Körpers befindlich Phlebothrombose: siehe tiefe Beinvenenthrombose Placebo: (lat. "ich werde gefallen"“) ist ein Arzneimittel, das keinen Arzneistoff enthält und somit auch keine pharmakologische Wirkung hat
Propranolol: ist ein Arzneistoff aus der Substanzgruppe der Betablocker (siehe dort) und wird unter anderem zur Behandlung der arteriellen Hypertonie (Bluthoch- druck) und bei Herzrhythmusstörungen eingesetzt Prospektive Studie: Eine prospektive Studie (lat. pro- spectivus "vorausschauend") dient beispielsweise der Überprüfung einer Hypothese zur Wirksamkeit einer Behandlungsmethode. Dabei wird vorher festgelegt, welche Hypothese geprüft werden soll, und die Daten werden zielgerichtet zu diesem Zweck erhoben - im Ge- gensatz zur retrospektiven Auswertung bereits vorhan- denen Datenmaterials.
Rezidiv: Wiederauftreten einer Krankheit oder Störung Resektion: operative Entfernung bestimmter Gewebe- teile eines Organs oder auch eines Tumors
sekundär: nachfolgend, darauf folgend
spinal: das Rückenmark betreffend
sporadisch auftretend: vereinzelt vorkommend, gele- gentlich auftretend
Synopsis: (von altgriechisch sýnopsis "Zusammenschau, Übersicht"') vergleichende Gegenüberstellung von Texten Thrombozytenaggregationshemmern: (TAH) oder Thrombozytenfunktionshemmer sind Medikamente, welche die Verklumpung von Blutplättchen (Thrombo- zytenaggregation) hemmen. Sie werden in der Medizin eingesetzt, um die Entstehung von Blutgerinnseln (Thromben) in Blutgefäßen zu verhindern.
Thrombose: Eine Thrombose ist eine Gefäßerkrankung oder Störung des Kreislaufsystems, bei der sich (intra- vital) ein Blutgerinnsel (Thrombus, Blutpropf) in einem Blutgefäß bildet. Thrombosen können in allen Gefäßen auftreten. Als Mikrothrombus bezeichnet man ein klei- nes Blutgerinnsel innerhalb der Endstrombahn. Trigger-Faktor: Mit Trigger (englisch "Auslöser") oder Trigger-Faktor bezeichnet man in der Medizin Faktoren, die Erkrankungen oder Symptome unterhalten können. Vasodilatator: gefäßerweiternder Nerv
VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor): Wachs- tumsfaktor. Wichtiges Signalmolekül bei der Bildung von Blut- und Lymphgefäßen.
zentral wirksam: an den Nervenzellstrukturen im Zent- ralnervensystem (Gehirn) ansetzend
 55










































































   53   54   55   56   57