Page 51 - Das Magazin 2019
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  Oktober 2019
  geraten von Cotrimazol auf Amoxi 1000 umzusteigen. In den rund 40 Jahren meiner Unternehmertätigkeit ist es ein Mal vorgekommen, dass ich mit Schüttelfrost noch circa 50 km Autobahn gefahren bin, um nach Hause und an meine Medikamente zu kommen. Öfter habe ich im Ausland im Hotel jeweils drei Tage mit der Entzündung im Bett gelegen. Um vorzubeugen, habe ich vor länge- ren Autofahrten und Flügen Aspirin 500 genommen. Ab Mitte der Neuziger habe ich mir dann vorher Heparin Cl- exane 20 mg auf Anraten meines Hausarztes gespritzt.
guss in meinem linken Bein nicht als solchen erkannt und wollten unbedingt mit einer größeren Operation Ge- webeproben gewinnen. Zum Glück habe ich im Internet den Bundesverband Angeborene Gefäßfehlbildungen e.V. gefunden. Durch den Bundesverband habe ich Herrn Dr. Barbera gefunden und konsultieren können, der so- fort die richtige Diagnose gestellt hat. Nach sechs Wo- chen war der Bluterguss von selbst verschwunden.
Im Großen und Ganzen muss man selbst herausfinden, wie man am besten mit sei- ner Gefäßanomalie zurechtkommt.
In meinem Lebensverlauf habe ich die Momente noch nicht erwähnt, in denen ich mit der Erkrankung gehadert habe oder in denen es mir aus anderen Gründen, die nichts mit der Erkrankung zu tun haben, nicht gut ging.
Ich möchte daher zwei Dinge ergänzen, die mir geholfen haben: Man sollte Geduld mit sich haben - und eine gewisse Disziplin.
Meine Therapie heute
   Heute nehme ich sofort, wenn ich den Verdacht habe, dass in meinem linken Bein eine Entzündung entsteht zur Vorbeugung Amoxi 1000. Die Entzündungen sind sehr schmerzhaft. Um die Schmerzen und das Fieber zu bekämpfen wickelt meine Frau dann mein linkes Bein vollständig mit kalten nassen Frotteetüchern ein. Das lindert die Schmerzen und fördert die Durchblutung. Na- türlich sind von verschiedenen Venenspezialisten Phle- bografien und später Angiografien und Computertomo- grafien von meinem Bein gemacht worden. Das jeweils Positive war, dass festgestellt wurde, dass ich in dem Bein keine Thrombosen hatte.
Erst als ich über 50 Jahre alt war, ist mein Hausarzt auf die Idee gekommen, dass es gut für mich wäre, einen Kompressionsstrumpf, der auch den Oberschenkel ein- schließt, zu tragen. Nachdem ich festgestellt habe, dass der Teil des Oberschenkels, der nicht mehr vom Kom- pressionstrumpf bedeckt wurde, übermäßig anschwoll, habe ich in einem Sanitätshaus nach einem Strumpf mit Hose gefragt und meine heutige Lösung gefunden.
Wenn ich heute zurückblicke, dann habe ich viele Ärzte kennengelernt, die mir in der jeweiligen Situation geholfen haben.
Die wenigsten haben mein Syndrom gekannt und beim Namen nennen können. Zwei Ärzte haben einen Bluter-
Mit diesem Maßnahmenmix habe ich es geschafft, kein offenes Bein zu bekommen.
Noch kurz zu unserer Firma. Ab 1986 ist mein Bruder mit in die Geschäftsleitung gekommen. Wir beschäftigen heute 320 Menschen in Kaufungen bei Kassel und insge- samt weitere 25 Mitarbeiter in unseren Niederlassungen rund um die Welt. Dieses Jahr werden wir einen Umsatz von 41 Millionen Euro erreichen. Wenn Sie Interesse ha- ben, können Sie unteruwww.sika.net mehr erfahren.
 • Meine Therapie besteht inzwischen aus konsequenter Kompression, um Stauungen von Blut und Lymphe zu vermeiden.
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hoch, auch den betroffffenen Arm.
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kalte Wickel um mein linkes Bein. Das regt den Lymph- und Blutkreislauf außerordentlich an, und seitdem habe ich keine Entzündung mehr im Bein gehabt.
• Die Lymphdrainage durch Ausstreichen meines linken Beines, bevor ich den Kompressionsstrumpf anziehe, ist auch sehr wichtig.
• Ganz wichtig ist auch genügend Bewegung, wie Laufen oder Schwimmen.
• UnentbehrlichistaucheineguteFußpflflege,umFußpilz und anderen Infektionen vorzubeugen.
• Ganz wichtig sind auch Stiefel zu tragen, damit der Fuß im Knöchelbereich zusammengehalten wird.
   Wann immer es möglich ist, lege ich mein linkes Bein
  Wenn ich abends ins Bett gehe, macht mir meine Frau
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Foto: © Kathrin Sachse
Foto: © Kathrin Sachse








































































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