Page 55 - Das Magazin 2018
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 Dezember 2018
  nomatose): zerebrale kavernöse Malformationen (ce- rebral cavernous malformations = CCM) können familiär auftreten und folgen dann einem autosomal-dominan- ten Erbgang. Das bedeutet, dass Verwandte 1. Grades (Eltern, Geschwister, Kinder) ein 50%iges Risiko haben, ebenfalls Träger einer zuvor in der Familie identifizier- ten Mutation zu sein. Hauptmerkmal der familiären bzw. erblichen Kavernomatose sind eine positive Familien- anamnese und/ oder das Vorkommen mehrerer Kaver- nome bei einer betroffenen Person.
multifokal: an mehreren Orten des Körpers gleichzeitig bemerkbar
multimodal: auf vielfältige Art und Weise
nekrotisch: abgestorben (im Stadium der Nekrose) Nekrose: örtlicher Gewebstod, Absterben von Zellen, Gewebs- oder Organbezirken als pathologische Reakti- on auf bestimmte Einwirkungen
nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAR): sind Schmerzmittel mit schmerzlindernden, fiebersenken- den und entzündungshemmenden Eigenschaften. Sie werden für die Behandlung von Schmerzen, bei Fieber, entzündlichen und degenerativen Erkrankungen und für die Vorbeugung kardiovaskulärer Ereignisse eingesetzt. Die Effekte beruhen auf der Hemmung der Prostaglan- dinsynthese durch eine Inhibition der Cyclooxygena- sen. NSAR müssen aufgrund der kurzen Halbwertszeit typischerweise mehrmals täglich verabreicht werden.
Es existieren jedoch auch langwirksame Vertreter. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Verdauungsbeschwerden und zentralnervöse Störungen. Alle NSAR können selten und vor allem bei einer längerfristigen Einnahme schwere bis lebensge- fährliche Nebenwirkungen verursachen. Die Arzneimit- tel haben eine hohes Interaktionspotential.
NSAR: siehe nichtsteroidale Entzündungshemmer onkologisch: die Onkologie betreffend
Onkologie: Teilgebiet der Medizin, das sich mit den malignen (bösartigen) Tumorerkrankungen befasst peripher: in den äußeren Zonen des Körpers befindlich Petechien: Vielzahl stecknadelkopfgroßer Blutungen aus den Kapillaren in die Haut oder Schleimhäute Phlebothrombose: siehe tiefe Beinvenenthrombose Placebo: (lat. „ich werde gefallen“) ist ein Arzneimittel, das keinen Arzneistoff enthält und somit auch keine pharmakologische Wirkung hat
QSM (Quantitatives Suszeptibilitäts-Mapping): neuar- tiges Verfahren, das die Möglichkeiten des MRT in vieler Hinsicht erweitert. Das Verfahren basiert auf dem phy- sikalischen Phänomen, dass Objekte, die einem magne- tischen Feld ausgesetzt sind, sich selbst magnetisieren und das angelegte Magnetfeld verzerren.
Rezidiv: Wiederauftreten einer Krankheit oder Störung Resektion: operative Entfernung bestimmter Gewebe- teile eines Organs oder auch eines Tumors.
sekundär: nachfolgend, darauf folgend
Sirolimus (Synonym Rapamycin): Immunsuppressivum und mTOR-Inhibitor. Es ist ein Produkt einer Bakterien- art (Streptomyces hygroscopicus), die erstmals aus dem Boden der Insel Rapa Nui (Osterinsel) isoliert wurde.
Das wichtigste Einsatzgebiet von Sirolimus (Handelsna- me Rapamune®) ist die Verhinderung von Abstoßungs- reaktionen nach Organtransplantationen und in der Kardiologie u.a. zur Beschichtung von Stents.
spinal: das Rückenmark betreffend
sporadisch auftretend: vereinzelt vorkommend, gele- gentlich auftretend
subcutan: unter die Haut
Surrogatparameter: (lat. surrogatum "Ersatz") bedeutet übersetzt Ersatzgröße. Ein Surrogatparameter ist oft eine Zielgröße, die sich schnell und einfach messen lässt und daher häufig in klinischen Studien verwendet wird. Suszeptibilität: siehe QSM
Synopsis: vergleichende Gegenüberstellung von Texten Teleangiektasien: mit dem Auge erkennbare Erwei- terungen der kleinsten Blutgefäße (Kapillare) auf der menschlichen Haut
Thrombose: siehe tiefe Beinvenenthrombose
Tiefe Beinvenenthrombose (Phlebothrombose): Hierbei ist nicht eine oberflächlich Vene direkt unter der Haut, sondern eine Vene im Inneren des Beins oder auch des Beckens teilweise oder vollständig verschlos- sen, sodass kein oder nur noch wenig Blut durch diese Vene fließt.
Ulceration (auch Ulzeration): Geschwür, bezeichnet
in der Medizin einen "tiefliegenden Substanzdefekt" der Haut oder Schleimhaut, der nicht traumatischer, sondern z. B. infektiöser, ischämischer oder immunolo- gischer Herkunft ist. Der Begriff "Wunde" dagegen um- fasst auch Substanzdefekte traumatischer Entstehung. Ulcus (auch Ulkus): siehe Ulceration
Vaskulogenese: Neubildung von Blutgefäßen aus Vor- läuferzellen des Gefäßendothels (Angioblasten) Vasodilatator: gefäßerweiternder Nerv
VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor): Wachs- tumsfaktor. Wichtiges Signalmolekül bei der Bildung von Blut- und Lymphgefäßen.
Verumgruppe: Kontrollierte klinische Studien testen eine medizinische Intervention an Patienten, wobei zwei od. mehr Patientengruppen .verglichen werden. Die
sog. Verumgruppe erhält die Behandlung, die getestet werden soll, und die Kontrollgruppe erhält eine alterna- tive Behandlung od. Placebo. Beide Gruppen werden ver- glichen, ob die Behandlung der Verumgruppe besser war als die der Kontrollgruppe oder nicht. Verbrauchskoagulopathie: Koagulation bedeutet Gerin- nung und beschreibt den Vorgang, wenn eine flüssige Substanz in einen festen Zustand übergeht. Im medizi- nischen Kontext ist Koagulopathie der Ausdruck für eine Blutungsneigung. Bei der Verbrauchskoagulopathie wer- den massenhaft Gerinnungsfaktoren und Blutplättchen (Thrombozyten) verbraucht.
Wachstumsfaktoren (VEGF= Vascular Endothelial Growth Factor): Proteine, welche Zellteilung und Zell- wachstum (Zellproliferation) und/ od. die Differenzierung von Vorläuferzellen bzw. Stammzellen zu Körperzellen (somatischen Zellen) beeinflussen
zentral wirksam: an den Nervenzellstrukturen im Zent- ralnervensystem (Gehirn) ansetzend
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