Page 36 - Das Magazin 2018
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 Dezember 2018
  Embolisation? Keine Angst vor diesem Eingriff
Ein persönlicher Erfahrungsbericht von Ruth Velken
In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. med. Brassel & Team (Wedau Sana Klinikum, Duisburg)
Mein Name ist Ruth Velken, ich bin 51 Jahre alt und leide am "KTS" (Klippel-Trenaunay-Syndrom) in meinem linken Bein. Seit meinem 21. Lebens- jahr hatte ich sehr viele Embolisationsetappen, damals bei Prof. Dr. Weber in Hamburg, gefolgt von gefäßchirurgischen Operationsetappen bei Prof. Dr. Loose, ebenfalls in Hamburg, hinter mir. Man könnte mich zum Thema "Embolisation" als "alten Hasen" bezeichnen, da ich schon sehr viele dieser Eingriffe hinter mir habe.
Der Unterschied zu den Embolisationen von vor 30 Jah- ren ist heutzutage die in meinen Augen schonendere Durchführung. Die ersten Embolisationen, welche ich in Hamburg durchführen ließ, waren extrem schmerzhaft,
da die Gefäße mit hochprozentigem Alkohol zerstört wurden und teilweise auch gesunde Gefäße dadurch in Mitleidenschaft gezogen wurden. Wenn ich die dama- ligen Schmerzen, die ich durchleben musste, auf einer Schmerzskala von 1 - 10 beschreiben sollte, würde ich eine glatte "10" abgeben, denn ich war schon aufgrund der Schmerzbetreuung immer für mehrere Tage auf der Intensivstation und anschließend weiter per PDA-Kathe- ter (Peridualkatheter für die Schmerzmittelgabe direkt ins Nervenwasser) mit Schmerzmitteln versorgt.
Als mir dann vor fünf Jahren durch Prof. Dr. Loose wieder die Embolisation empfohlen wurde, da sich die Gefäß- fehlbildungen nach meiner Unterschenkelamputation vor zehn Jahren wieder massiv verschlechtert hatten,
bin ich auf Prof. Dr. Brassel und sein Team (ebenfalls durch Prof. Dr. Loose) aufmerksam geworden und habe mich dann dort stationär vorgestellt.
Ehrlich gesagt hatte ich wieder große Angst vor den extremen Schmerzen und dem dazugehörigen längeren Krankhausaufenthalt. Doch ich wurde sehr positiv überrascht, denn durch die von Prof. Dr. Brassel und seinem Team verwendete Kathetertechnik ist die Schmerzsymptomatik extrem gesun- ken und ebenso die Dauer des Kran- kenhausaufenthaltes. Die Schmerzen würde ich jetzt auf der Schmerzskala bei 2 - 4 einstufen, und der Kranken- hausaufenthalt beschränkt sich bisher immer nur auf vier Tage. Der Verlauf und was genau eine heutige Emboli- sation bedeutet, möchte ich hier aus Sicht eines Patienten gern vorstellen.
Stationäre Aufnahme
Wenn ich einen Termin im Wedau Sana Klinikum in Duisburg habe, finde ich mich 10:00 Uhr in der Röntgen- abteilung ein, melde mich dort und anschließend zur stationären Aufnah- me an. Danach kehre ich wieder zur Röntgenabteilung zurück und man in- formiert Herrn Schmitz, welcher mich dann zum Aufklärungsgespräch abholt. Das Aufklärungsgespräch beinhaltet zuerst eine Blutentnahme, um abzu- klären, ob zum Beispiel eine erhöhte
 Übersicht venöse und arterielle Blutgefäße
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