Page 55 - Das Magazin 2017
P. 55

werden zunächst Gehirn, Augen und Herz angelegt. Oropharynx: Mundteil des Rachens
Osteolyse: Knochenabbau. Es gibt den ständigen Kno- chenabbau im Rahmen des physiologischen Knochen- umbaus im Knochenstoffwechsel, aber auch Knochenab- bau im Rahmen eines pathologischen Knochenumbaus. pathognomonisch: Für eine Krankheit typisch. Ein Sym- ptom ist pathognomonisch für eine Krankheit, wenn die Diagnose allein anhand dieses einen Symptoms ohne weitere Diagnostik mit Sicherheit gestellt werden kann. Dieser Fall tritt allerdings in der Medizin sehr selten ein. Phakomatosen: zusammenfassende Bezeichnung für eine Gruppe von Krankheiten mit Fehlbildungen im Be- reich der Haut und des Nervensystems, u.a. Neurofibro- matose Recklinghausen Typ I, Sturge-Weber-Syndrom, Von-Hippel-Lindau-Syndrom, Bourneville-Pringle-Syn- drom (Tuberöse Hirnsklerose)
Pleura: Aus 2 Schichten bestehendes Brustfell mit einem dazwischen liegenden Spalt. Das Lungenfell (Pleura pulmonalis) ist das innere Blatt der Pleura, das die beiden Lungenflügel umhüllt. Das Rippenfell (Pleura parietalis) ist das äußere Blatt der Pleura und kleidet die Thoraxwand sowie die kraniale Seite des Zwerchfells von innen aus. Der Pleuraspalt (Cavitas pleuralis) ent- hält eine Flüssigkeit (Pleuraflüssigkeit), die Beweglich- keit ermöglicht und beide Pleurablätter zusammen hält. Pleuraadhäsion: Anhaften der beiden Schichten anein- ander durch Verlust des Pleuraspaltes Prodromalstadium: die Phase im Verlauf einer Krank- heit, in der uncharakteristische Vorzeichen oder auch Frühsymptome, die so genannten Prodrome, auftreten Proliferation: Wachstum und Vermehrung von Zellen Rapamycin/Handelsname Rapamune®: siehe Sirolimus refraktär: nicht beeinflussbar, nicht erregbar; eine therapierefraktäre Erkrankung lässt sich z. B. durch die üblichen Behandlungsmethoden nicht beeinflussen rektal: das Rektum betreffend, also den End- oder Mast- darm (Rektum)
Retroperitoneum: (Retroperitonealraum) beinhaltet die hinter dem Bauchfell (Peritoneum) liegenden anatomi- schen Strukturen, die nicht davon umschlossen werden Rezeptor: Andockstelle in einer Zelle, typischerweise die Zelloberfläche. Wenn Botenstoffe, Proteine oder Hormone den Rezeptor erreichen, lösen sie ein spe- zifisches Signal in der Zelle aus. Als Metapher wird häufig das Bild von Schlüssel (Botenstoff) und Schloss (Rezeptor) gewählt - nur wenn beide zusammen passen, kommt es zur Reaktionsauslösung.
Rezidiv: Wiederauftreten einer Krankheit oder Störung RNA: (engl. ribonucleic acid) Die Ribonukleinsäure ist ein Einzelstrang aus vielen Nukleotiden mit der we- sentliche Zellfunktion der Umsetzung von genetischer Information in Proteine. In Form der mRNA fungiert sie als Informationsüberträger. Daneben erfüllen spezielle RNA-Typen weitere Aufgaben.
sekundär: nachfolgend, darauf folgend
Skrotum: Der Hodensack zählt zu den männlichen Ge- schlechtsorganen und ist ein Haut- und Muskelsack bei Säugetieren, der die Hoden, Nebenhoden, den Anfang des
Samenleiters und das Ende des Samenstrangs enthält. Sirolimus (Synonym Rapamycin): Immunsuppressivum und mTOR-Inhibitor. Es ist ein Produkt einer Bakterien- art (Streptomyces hygroscopicus), die erstmals aus dem Boden der Insel Rapa Nui (Osterinsel) isoliert wurde. Das wichtigste Einsatzgebiet von Sirolimus (Handelsna- me Rapamune®) ist die Verhinderung von Abstoßungs- reaktionen nach Organtransplantationen und in der Kardiologie u.a. zur Beschichtung von Stents. Somatisch: den Körper betreffend, zum Körper gehörig sporadisch auftretend: vereinzelt vorkommend, gele- gentlich auftretend
subcutan: unter die Haut
Teleangiektasien: mit dem Auge erkennbare Erwei- terungen der kleinsten Blutgefäße (Kapillare) auf der menschlichen Haut
Thermographie: Wärmemessung von Organen oder Geweben. Zahlreiche Krankheiten ziehen Temperatur- veränderung der betroffenen Körperpartien nach sich, sodass anhand eines Wärmebildes der Haut Rückschlüs- se auf mögliche Erkrankungen der darunterliegenden Organe gezogen werden können. Anwendung u.a. bei Gefäßuntersuchungen von Arterien und Venen.
Thorax: Brustkorb. Er besteht aus den Brustwirbeln, Rippen und dem Sternum (= Brustbein) nebst anhän- genden Muskeln, Bändern und Gelenken.
trunkulär: während der spätembryonalen Entwicklungs- phase an bereits differenzierten Blutgefäßen entstanden Tyrosinkinasen: Enzyme aus der Familie der Protein- kinasen. Ihre Aufgabe ist die reversible Übertragung einer Phosphatgruppe auf die Hydroxygruppe der Ami- nosäure Tyrosin eines Zielproteins (Phosphorylierung). Tyrokinasen sind die typischen intrazellulären Protein- domänen für Wachstumsfaktor-Rezeptoren, die in der Signalkette eine unentbehrliche Rolle spielen.
vaginal: die Vagina (Scheide) betreffend
vaskuläres Endothel: Innerste Gefäßschicht von Lymph- und Blutgefäßen. Alle Gefäße des Herz-Kreis- lauf-Systems sind mit einer einzelligen Schicht von Endothelzellen ausgekleidet.
Vaskulogenese: Neubildung von Blutgefäßen aus Vor- läuferzellen des Gefäßendothels (Angioblasten)
VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor): Wachs- tumsfaktor. Wichtiges Signalmolekül bei der Bildung von Blut- und Lymphgefäßen.
Venektasie (Phlebektasie): dauerhafte, diffuse krank- hafte Erweiterung bzw. Aussackung (Ektasie) einer Vene Vergleichskohorten: Personengruppen in einer Medi- zinstudie, die nach bestimmten Merkmalen ausgewählt werden. Sie werden in ihrem weiteren Verlauf beob- achtet, um Häufigkeit oder Ausmaß eines bestimmten Ereignisses zu beurteilen.
verrucös: warzenförmig
verrucöse kapilläre Malformationen: Angiokeratome Wachstumsfaktoren: (GF= growth-factor) Proteine, welche Zellteilung und Zellwachstum (Zellproliferati- on) und/oder die Differenzierung von Vorläuferzellen, bzw. Stammzellen zu Körperzellen (somatischen Zellen) beeinflussen
Juni 2017
   55













































































   53   54   55   56   57