Page 53 - Das Magazin 2017
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Glossar-Ergänzung 2017
Das vollständige Glossar finden Sie im Internet unter: www.angiodysplasie.de
Angiodysplasie: Fehlbildungen der Arterien, Venen oder Lymphgefäße
Angiogenese: Wachstum von Blutgefäßen durch Spros- sungs- oder Spaltungsvorgänge aus bereits vorgebilde- ten Blutgefäßen. Die Angiogenese spielt eine wichtige Rolle als Reparatur-Prozess bei der Wundheilung Angiokeratome: gutartige, meist kleine und ober- flächliche rot-violette Hautveränderungen mit leichten Erhebungen, die durch Wucherung der Kapillargefäße der Haut mit Störungen der Hornhaut und verstärkter Verhornung entstehen
Aplasie: die Anlage eines Gewebes oder Organes ist vorhanden, jedoch ohne Entwicklung desselben Arterialisation: Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxi- dabgabe der Lungenkapillaren an den Lungenbläschen (Gasaustausch). Der Arterialisierungsgrad hängt ab von Lungenbelüftung, Durchblutung, Vermischung und der Verteilung in den verschiedenen Lungenabschnitten. Avalvulie: Klappenmangel, im engeren Sinne Venen- klappenmangel
Bewegungsartefakte: Störungen im MRT-Bild, die durch Bewegungen während der Untersuchung entstehen Cas-Proteine (CRISPR-assoziierte Eiweiße): an
den CRISPR-Abschnitt gekoppeltes Protein, das den DNA-Doppelstrang genau an der gewünschten Zielse- quenz schneidet
Chylopericard: Ansammlung von Lymphflüssigkeit (gr. Chylos = ‚Milchsaft‘) im Herzbeutel (Perikard) z.B. nach schwerer Brustkorbverletzung oder anderen Traumata Chylothorax: Ansammlung von Lymphflüssigkeit im Bereich der Pleurahöhle
Clustering: (von engl. "Cluster" Traube, Schwarm, Hau- fen‚ Gruppe) meint im Zusammenhang mit Hirnblutun- gen das wiederholte Auftreten von Hirnblutungen CRISPR/Cas-Methode: (Clustered Regularly Interspa- ced Short Palindromic Repeats) ist eine biochemische Methode, um DNA gezielt zu schneiden und zu verän- dern (Genomeditierung). Gene können mit dem CRISPR/ Cas-System eingefügt, entfernt oder ausgeschaltet werden. Siehe Genschere
Cutis marmorata: die Cutis marmorata teleangiectatica congenita (CMTC) ist eine angeborene Gefäßanomalie mit einem netzförmigen, häufig asymmetrischen, bläu- lich-violetten Gefäßnetzwerk in der Haut DNA-Doppelstrang: die DNA ist der Speicherort für die genetische Information und liegt im Zellkern als Dop- pelstrang vor, DNA = Desoxyribonukleinsäure Dysplasie: sichtbare Fehlbildung eines Organismus, Körperteils, Organs oder Gewebes
Eponym: Begriffsbildung, die auf einen Eigennamen zurückgeht. Häufig werden Krankheiten nach ihrem Ent- decker oder einem Mediziner, der wesentlich zu ihrer Erforschung beigetragen hat, benannt.
extratrunkulär: während der frühembryonalen Entwick- lungsphase im kapillären Blutnetzwerk entstanden farbkodierte Duplexsonographie (FKDS): Eine Form der Ultraschall-gestützen Gefäßuntersuchung bei der die Richtung des Blutflusses entweder in Rot oder Blau dargestellt wird, je nachdem in welche Richtung es sich in Bezug auf den verwendeten Schallkopf bewegt. Diese Technik erlaubt eine genaue Unterscheidung zwischen dem arteriellen und dem venösen Blutstrom, eine ge- nauere Lokalisation von Durchblutungsstörungen und das Darstellen von extrem kleinen Blutgefäßen. Genomeditierung: Veränderung einzelner Sequenzen der DNA in einem Lebewesen (Genom) mit molekular- biologischen Methoden
Genschere: umgangssprachliche Bezeichnung für die CRISPR/Cas-Methode (siehe dort), basiert auf einem ad- aptiven antiviralen Abwehrmechanismus von Bakterien glomuvenöse Malformation (Glomangiom): seltener Tumor, gekennzeichnet durch kleine bläulich-purpurne Knötchen in der Haut
Glomangiom, Glomangiomatose: siehe glomuvenöse Malformation
Gorham-Stout-Syndrom (vanishing bone disease): äußerst seltene Krankheit, bei der Knochen aufgelöst und durch Lymphgewebe ersetzt werden
Granuloma pyogenicum: erworbener gutartiger vasku- lärer Hauttumor aus der Gruppe der Hämangiome Hamartome: Tumorartige, gutartige Gewebeverände- rungen, die durch fehlerhaft differenziertes bzw. ver- sprengtes Keimgewebe entstehen. Es sind Bereiche mit ungeordneten, jedoch differenzierten Zellen, die nicht der üblichen Anordnung des umgebenden Gewebes folgen und fast überall im Körper auftreten können. Hyperperfusion: verstärkte Durchblutung eines Gewe- bes infolge vermehrter Vaskularisation oder erhöhter Blutdurchfluss durch ein Blutgefäß bzw. einen Gefäßab- schnitt mit erhöhter Flussgeschwindigkeit
Hyperplasie: Vergrößerung eines Gewebes oder Organs durch Zunahme der Zellzahl. Dies geschieht beispiels- weise bei erhöhter funktioneller Belastung oder unter hormoneller Stimulation.
hypersonor: Charakterisierung des Klopfschalls. "Hypersonor" bedeutet, dass der Klopfschall bei der Beklopfung lauter und hohler klingt als gewöhnlich. Hyperthermie: Unphysiologische Überwärmung des Körpers. Der normale bis erniedrigte Sollwert der Kör- pertemperatur unterscheidet diese vom Fieber. Hypoplasie: genetisch bedingte Unterentwicklung eines Organs, Organteils oder Gewebes mit daraus resultierendem Funktionsausfall Immunsuppressivum: (Plural Immunsupressiva) Substanzen, welche die Funktionen des Immunsys- tems vermindern. Immunsuppressiv wirkende Me- dikamente werden z.B. angewende zur Prophylaxe von Abstoßungsreaktionen nach einer Gewebs- oder Organtransplantation, Autoimmunerkrankungen oder
Juni 2017
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