Page 51 - Das Magazin 2017
P. 51

Juni 2017
  Erfahrungsbilder
Dieser Bereich ist Bildern aus dem Leben von BV-Mitgliedern vorbehalten, die dem MAGAZIN freundlicherweise zur Verfügung gestellt worden sind, um das „Verständnis von diagnostischen Be- funden“ zu erleichtern.
Venöse Malformation
Stammhirn-Kavernom
Häufig von außen nicht sichtbar machen diese beiden Gefäßfehlbildungen unter Umständen mit heftigen Be- schwerden auf sich aufmerksam: eine venöse Malfor- mation im Unterschenkel (Abb. oben) sowie ein Stamm- hirn-Kavernom (Abb. unten).
        23-jährige Patientin mit venösen Malformationen im Unterhautgewebe der linken Wade (spiegelverkehrt). In den MRT-Aufnahmen mit Kontrastmittel zeigen sich deutlich die traubenförmigen Gefäßmalformationen. Im Kleinkindalter wurde das Muskelgewebe mehrfach chirurgisch aufgetrennt, um eine Einengung der Malformation und hieraus potenziell resultierende Schmerzen zu verhindern. Aus den Eingriffen resultierte eine Verkürzung der Achillessehne, welche zweimal chirurgisch verlängert wurde, jedoch bis heute verkürzt ist. Außer nach längerem Sitzen oder Zusammenstößen mit der Wade ist die Patientin beschwerdefrei.
             18jährige weibliche Person mit großem, auffällig geworde- nen Stammhirn-Kavernom. Die MRT-Aufnahme mit Kont- rastmittel (Abb. links) zeigt das Kavernom von der Seite und von oben im Querschnitt (Abb. Mitte) mit einer Einblutung.
Mittels chirurgischer Resektion konnte das Kavernom vollständig entfernt wer- den. Dies ist heutzutage bei Hirnopera- tionen mit einer haarschonenden Naht- technik möglich (Abb. rechts).
Die Patientin hatte vor und nach der Operation zunächst starke neurologi- sche Ausfälle wie zum Beispiel Lähmun- gen, die sich aufgrund des jungen Alters jedoch mit viel Training fast vollständig zurückgebildet haben.
     51
Foto: © Kathrin Sachse























































































   49   50   51   52   53