Page 55 - Das Magazin 2015
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 Dezember 2015
  perkutan: (von „per“, lateinisch: durch und „cutis“, lateinisch: Haut) bezeichnet in der Medizin den Weg von Medikamenten, Injektionsnadeln oder anderen medizinischen Geräten durch die Haut hindurch. So werden Kanülen zur Blutabnahme oder Katheter in Ge- fäße perkutan, also durch die Haut, eingestochen. Auch andere Hohlorgane, wie beispielsweise der Magen oder das Nierenbecken, können perkutan mit einem Kathe- ter erreicht werden. Und auch Medikamente in Salben wirken durch die Haut hindurch.
Phlebothrombose: tiefe Beinvenenthrombose Radiofrequenztherapie: Hierzu zählen verschiedene Verfahren, bei denen Körpergewebe durch Wärmeein- wirkung verödet wird. Die dafür nötige Wärme wird durch elektromagnetische Wellen erzeugt. Das Wärme- feld wird beispielsweise mit einer Sonde oder Nadel direkt an das Gewebe herangeführt. Die Methode wird zum Beispiel bei der Behandlung von Krampfadern und atmungsbedingten Schlafstörungen angewendet. randomisierte kontrollierte Studien: Eine randomi- sierte kontrollierte Studie ist ein spezieller Typ einer wissenschaftlichen Studie, die es erlaubt, die Wirksam- keit einer Behandlung zu untersuchen. Schmerzbewältigungstherapie: Methode aus der Verhaltenstherapie, bei der es darum geht, den Umgang mit langandauernden starken Schmerzen zu lernen.
Oft hat sich ein Teufelskreis aus verstärkter Schmerz- wahrnehmung, Angst vor den Schmerzen, körperlicher Schonung und weiterer Schmerzverstärkung entwi- ckelt. In den meisten Fällen finden Gruppengespräche statt, ergänzt durch gelegentliche Einzelgespräche. Zu einer Schmerzbewältigungstherapie gehören Entspan- nungstechniken und Übungen, bei denen man lernt, die Schmerzen bewusst wahrzunehmen, um dann die Aufmerksamkeit vom Schmerz wegzulenken.
spinal: Zugehörigkeit einer Struktur zur Wirbelsäule oder zum Rückenmark
Symptom: (von „symptoma“, griechisch: Zufall, Beglei- terscheinung) ist in der Medizin ein Krankheitszeichen, das auf eine Erkrankung hinweist. Symptome können Beschwerden sein, die Betroffene selbst wahrnehmen, oder Anzeichen, die die Ärztin oder der Arzt durch eine Untersuchung feststellt. Im weiteren Sinne zählen auch durch Messungen erfasste Veränderungen dazu, die durch eine Krankheit oder Verletzung bedingt sind. Therapie: (von „therapeia“, griechisch: Pflege, Heilung) bezeichnet in der Medizin die Behandlung von Krank- heiten, einzelnen Beschwerden oder Verletzungen. Genauer sind damit die einzelnen Maßnahmen zur Behandlung einer Erkrankung gemeint. Diese Maß- nahmen umfassen beispielsweise eine Änderung der Ernährungsweise, die Einnahme von Medikamenten, Operationen oder Krankengymnastik. Das Ziel einer Therapie ist Heilung oder zumindest eine Verbesserung der Beschwerden.
Thromboembolie: Wenn plötzlich ein Blutgefäß durch einen sogenannten Embolus (von „ballein“, griechisch: werfen) verstopft wird, spricht man von einer Embolie. Ein Embolus entsteht meist aus einem eingeschwemm-
ten Blutgerinnsel, dann spricht man von einer Throm- boembolie. Aber auch Luft, Gewebe- oder Kalkab- lagerungen können eine Embolie verursachen. Ein Blutgerinnsel kann sich an einer Stelle im Gefäßsystem bilden, ablösen und dann mit dem Blutstrom weiterge- tragen werden. Es setzt sich dann in einem kleineren Gefäß fest, blockiert dort den Blutfluss und damit die Versorgung des Gewebes hinter der blockierten Stelle. Eine Lungenembolie wird zum Beispiel meist durch ein Blutgerinnsel ausgelöst, das in den Bein- oder Becken- venen entstanden ist. Auch Schlaganfälle können durch Embolien verursacht werden.
Tiefe Beinvenenthrombose (Phlebothrombose): Hierbei ist nicht eine oberflächlich Vene direkt unter der Haut, sondern eine Vene im Inneren des Beins oder auch des Beckens teilweise oder vollständig verschlos- sen, sodass kein oder nur noch wenig Blut durch diese Vene fließt.
Ulcus cruris („offenes Bein“): Geschwür am Unter- schenkel. Dieses Geschwür entsteht häufig bei einer chronischen Venenschwäche, seltener bei Durchblu- tungsstörungen der Arterien, bei langjährigem Diabetes oder bei verschiedenen anderen Krankheiten. Ultraschall (Sonographie): Untersuchungsmethode zur Sichtbarmachung des Inneren des Körpers. Dazu wer- den Schallwellen oberhalb des menschlichen Hörbe- reichs verwendet, deren „Echos“ sich in Bilder umwan- deln lassen. Mit einem bestimmten Gerät werden diese Wellen in den zu untersuchenden Körperteil gesendet und dort je nach Gewebeart stark (z.B. flüssigkeitsgefüll- te Körperhöhlen), schwach oder gar nicht (z.B. Knochen- gewebe) reflektiert. Aus dem Echo wird dabei auf einem Leuchtschirm ein räumliches Abbild der untersuchten Körperregion erzeugt. Typische Einsatzgebiete sind die Schwangerschaftsdiagnostik, Diagnostik von Erkrankun- gen des Bauchraums wie Gallen- und Nierenerkrankun- gen sowie Schilddrüsen- und Gefäßuntersuchungen. Vakuumversiegelungstherapie: Hierbei wird eine Wunde einem Unterdruck ausgesetzt. Wie bei jeder chronischen Wunde wird zunächst die Oberfläche und die Ränder der Wunde gesäubert und abgestorbenes Gewebe und Wundsekret entfernt. Danach wird die Oberfläche der Wunde mit einem sterilen Schwamm bedeckt, der mit einer Folie luftdicht auf der umlie- genden Haut fixiert wird. Aus dem Schwamm führt ein kleiner Schlauch nach außen, der an eine Pumpe mit einem Behälter angeschlossen ist. Durch die Versie- gelungstherapie wird die Wunde ständig gleichmäßig feucht gehalten, ohne zu nass zu sein.
Verödung (Sklerosierung, Sklerotherapie): medizini- sches Verfahren, um krankhaft veränderte Adern wie Krampfadern (Varizen) der Beine, der Speiseröhre oder des Afters (Hämorrhoiden) zu verschließen. Dabei wird eine Substanz in das betroffene Gefäß gespritzt, die eine lokale Entzündung der Gefäßwand hervorruft. Da- durch verkleben die Wände miteinander und die Ader wird auf diese Weise verschlossen.
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