Page 15 - Das Magazin 2015
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 Dezember 2015
   Abb. 4: Darstellung der Fehlbildung unter Rö-Kontrolle. Die Malformation nahe der Kniekehle wird mit einer Nadel punktiert und mit Kontrastmittel dargestellt. Der Unterschied zwischen normaler (linke Bildhälfte ) und unreifer Gefässstruktur ( rechte Bildhälfte) ist sehr gut erkennbar.
 Abb. 5: Das dichte Netz haarförmiger Gefässe am rechten Ober- schenkel wird mit einem ultradünnen Katheter auf dem Blutweg erreicht. Die unscharf begrenzten, wolken-ähnlichen Gebilde stellen die Gefässfehlbildung dar. Sie werden auch als Nidus
(= Nest) bezeichnet und müssen mit flüssigem Material „trocken- gelegt“ werden. Das Verschliessen der zuführenden, größeren Gefässe wäre ineffektiv und würde eine sinnvolle Therapie nur hindern.
 Behandlungsteams, wie sie in entsprechend erfahrenen Zentren bestehen. Ideal ist dann eine gute Kommunikati- on zwischen den Experten im Zentrum und dem Kinder- arzt bzw. dem Hausarzt vor Ort.
Aussicht
Dank der gesammelten Erfahrungen einiger Fachärz- te, der Bildung von Behandlungszentren sowie der in-
tensiven Bemühungen des Bundesverbandes, besteht heute mehr Unterstützung für Betroffene und Eltern als es vor 20 Jahren der Fall war. Nicht zuletzt sind Sie, als Leser dieses Beitrages, aufgefordert an einer wei- teren Besserung der Behandlung mitzuwirken.
Durch Eigeninitiative und Phantasie bei der Selbst- therapie und durch Mitteilung Ihrer Erfahrungen in diesem Forum können Sie dazu beitragen neue Er- kenntnisse zu gewinnen, die wiederum anderen Be- troffenen verfügbar gemacht werden können.
Nur das Seltene
erweitert
unseren Sinn. (Stefan Zweig)
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