Page 47 - Magazin Ausgabe 1, September 2012
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September 2012
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Feeder- Arterie: die blutzuführende Arterie einer Fistel Feuermal                                                                 bedingte hellrote bis dunkelrote, oft unregelmäßig geformte Flecken ver- schiedener Größe, besonders im Gesicht und an den Extremitäten. Funktionslymphszintigraphie: nuklearmedizinisch bildgebendes Ver- fahren. Die verwendeten Radionukleotide reichern sich selektiv in der                                                                               kann in einer Serie von Szintigrammen eine Aussage über die Funktion des Lymphsystems gemacht werden.
G
Gefäße (auch Adern genannt): sind die Transportbahnen unseres Organis- mus für Blut (Blutgefäße) und Lymphe (Lymphgefäße). Bei den Blutgefäßen unterscheidet man Arterien, Venen und Kapillargefäße. Gefäßfehlbildungen, Angeborene: sind seltene, angeborene Fehlbildungen                                                                                                                                                                  venös, arteriovenös, lymphatisch, microvasculär und kombinierte Formen.                                                                    -                                                                            - meus (Feuermal) und Längenriesenwachstum, selten auch Minusvariante,                                                                               ist in Form und Ausprägung einzigartig. Die Gefäßfehlbildungen entstehen durch eine Fehlsteuerung der Entwicklung von Blut- und/ oder Lymphge- fäßen in den ersten zwei Monaten der Embryonalzeit. Es verbleiben unreife und funktionsuntüchtige embryonale Gefäße in unterschiedlichem Ausmaß zurück. Teilweise werden Kurzschlüsse (Shunts, AV- Fisteln) zwischen den Gefäßen gefunden.
Gefäßlumen: innere Weite des Gefäßes
Gefäßmalformationen: Synonym für Angeborene Gefäßfehlbildungen Gefäßplexus:                                                                  mehrfacher Teilung und Zusammentreten von neuen Stämmen Gefäßstenose: Verengung eines Blutgefäßes
H
Hämangiome:                                                           - der im Verlauf des 1.Lebensjahres nachweisbar. Wachstumsphase in den ersten 5 Monaten, dann Wachstumsstillstand bis zum Ende des 1. Lebens- jahres, danach spontaner Rückgang bis zum 10.-12. Lebensjahr. Hämodynamik: die Strömungsmechanik des Blutes: die physikalische Grundlagen des Blutkreislaufes und des Zusammenwirkens der Faktoren, die darauf einwirken (Blutdruck, -volumen, -viskosität, Strömungswiderstand, Gefäßarchitektur...)
hämodynamisch:                                                              Herzmuskelschwäche, das Herz ist nicht mehr imstande, genug Blutförderleistung zu erbringen
heterogen: verschiedenartig, Aufweisen unterschiedlicher Eigenschaften in einem betrachteten Bereich                                                                        -                                                                                  - rung der zuführenden („Feeder“) und abführenden Gefäße. high-output-cardiac failure: Herzversagen bzw. Herzschwäche durch eine chronisch massive Pumpbelastung des Herzens (Hyperzirkulation) Histologie: Lehre von den Geweben des Körpers
hydrostatischer Druck: der Druck einer (stehenden) Flüssigkeit, der durch                                                hyperdynam:                    
                                
volumenbelastung auf das Herz
Hyperplasie: Gewebe- oder Organvergrößerung durch Zunahme der Zel- lanzahl
Hypertonie: Hochdruck, siehe chronisch venöse Hypertonie Hypertrophie: Gewebe- oder Organvergrößerung durch Zunahme des Zell- volumens.
Hypertonus: Bluthochdruck (Hypertonie)
hypodynam:                  
I
iatrogene Komplikation: durch den Arzt verursachte Komplikation (zu un- terscheiden von Diagnose- oder Therapiefehler)
idiopatisch: Erkrankung, deren Ursache unbekannt ist
Indikation: Notwendigkeit, Nützlichkeit. Ist eine Maßnahme/Behandlung indiziert, ist sie geeignet oder nützlich
infantil: Stehenbleiben der körperlichen Entwicklung auf früher, kindlicher Stufe; keine Weiterentwicklung oder Ausreifung bestimmter Strukturen, Organe               das meist örtlich begrenzte Eindringen von Blutgefäßen in die umgebenden Gewebe, z.B. in die Muskulatur                                                         
intrakutane Injektion: Einspritzen eines Arzneimittels in die Haut interdigitale Injektion: Einspritzen eines Arzneimittels in die „Schwimm- häute“ der Finger
intraläsionaler Druck: Druck in oder innerhalb einer Verletzung
invasiv: eindringend
ischämische Nekrosen: Ischämie ist die Verminderung oder Unterbrechung der Durchblutung eines Organs oder Gewebes infolge mangelnder Blutzu- fuhr. Nekrosen sind die zu beobachtenden Veränderungen nach dem Zelltod.
K
kapillar:                              
Kapillare: sind die dünnsten Blutgefäße unseres Organismus. Sie verbinden Venen und Arterien miteinander. Durch die dünnen Wände der Kapillaren                                                                                                                                                                                                                                                  zurückgegeben.
Kernspintomographie: auch MRT (Magnetresonanztomographie) genannt, Untersuchung, bei der Bilder durch ein starkes Magnetfeld und Radiowellen, also ohne Röntgenstrahlenbelastung, erzeugt werden
                                                                                der angeborenen Gefäßfeher
Klippel-Trenaunay-Syndrom: eine der vielen gängigen, aber überholten Bezeichnungen für Angeborene Gefäßfehlbildungen aus dem Jahr der Erst-                                                                               scheint vielen Fachleuten fraglich, da sie dem heutigen Wissensstand zu Morphologie, Genese und Therapie nicht gerecht wird.
Kompression: eine wichtige Säule in der Therapie von Venenerkrankungen. Durch den Druck von Kompressionsverbänden oder- strümpfen auf Haut und Gewebe werden erweiterte Venen zusammengepresst, Venenklappen schlie- ßen besser, der Blutrücktransport verbessert sich, Ödeme verschwinden. kongenital: angeboren
kontraindiziert: Maßnahme/Behandlung, die verboten, ungeeignet oder schädlich ist
Kontrastmittel: dienen dazu, die im normalen Röntgenbild nicht erkennba- ren Strukturen, wie z.B. die Blutgefäße, sichtbar zu machen.
konventionell: herkömmlich Krampfadern                                                            - klappen ihre Funktion als Rückschlagventile verloren haben. Krampfadern sind ein äußerlich sichtbares Zeichen von einer Venenschwäche und ver- schwinden nicht mehr von alleine.
L
Läsion: Schädigung, Verletzung
Laufen und Liegen: ist für Venenerkrankte erheblich besser als Sitzen und Stehen. Laufen, weil die Muskelpumpe aktiviert wird. Liegen, weil das ve- nöse Blut nicht mehr entgegen der Schwerkraft von unten nach oben und                                                       
Leitvene: diese tiefen Venen sind von außen nicht sichtbar. Sie verlaufen im Inneren unserer Beine, versteckt zwischen den zahlreichen Muskeln und trans-                                                                           letal: tödlich
                                                                                                                                           lymphatisch:                            Lymphdrainage:                                                      - webes, welche mit leichtem Druck angewandt werden, um Flüssigkeit aus dem Gewebe in das Lymphgefäßsystem zurück zu verschieben.
Lymphe: hellgelbe, klare Flüssigkeit in den Lymphgefäßen und im Gewebe unseres Organismus. Sie entsteht durch Austritt von Blutplasma ins Gewe-                                                                                    Blutkreislauf wieder zugeführt. Täglich bilden sich etwa zwei Liter Lymphe,                                                                            sorgen. Die Filterung der Lymphe geschieht in den Lymphknoten. Die Lym- phe wird nicht wie das Blut vom Herzen gepumpt, sondern vor allem durch körperliche Bewegung in Fluss gehalten. Durch Bewegungsmangel kann es deshalb auch zu Lymphstauungen kommen.
Lymphorrhagie:                                                              gefäßen.
Lymphorroe:                                                            Lymphvesikel: mit Lymphe gefüllte kleine Bläschen in der Haut
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Malformation: Fehlbildung
Marginalvene:                                                             -                                                                                                                              
vaskuläre Morphogenese: Formentwicklung der Blutgefäße
Morphologie: Struktur und Form
morphologische Darstellung: Darstellung der Form und Struktur Muskelpumpe: den Blutstrom antreibende Wirkung der Skelettmuskulatur auf das Venensystem, besonders in den Beinen. Durch die Muskelbewegung wird das Blut entgegen der Schwerkraft herzwärts gepresst. Venenklappen                                                                                  und Beine sind deshalb wichtig für die venöse Blutzirkulation.
Herzschwäche durch verstärkte Blut-
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