Page 46 - Magazin Ausgabe 1, September 2012
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September 2012
wandt zur Vorbeugung und Therapie von Thrombosen. Heute wird es für Medikamente, z.B. heparinhaltige Sal- ben, vor allem aus Schweinen gewonnenen. Die bei allen heparinhaltigen Präparaten vorkommenden Zahlenanga- ben in Kombination mit der Bezeichnung I.E. (internati-                                                               Dabei entspricht 1 mg etwa 100 I.E.
Heparin hat vielfältige, im Einzelnen noch nicht ganz ge- klärte Wirkungen. Für die praktische Anwendung müssen zwei Darreichungsformen des Heparins unterschieden werden:
- Heparinlösungen zur intravenösen oder subkutanen
Glossar
Injektion: Hierbei stehen vor allem seine gerinnungs-                                                 im Vordergrund.
- Salben und Gelzubereitungen zur lokalen Anwen- dung: Hier sind insbesondere die entzündungshem- menden Eigenschaften des Heparins von Bedeutung.
Seit einigen Jahren steht auch niedermolekulares He- parin (NM) zur Verfügung, welches mehrere Vorteile ge- genüber dem unfraktionierten Heparin bietet. Es ist in geringeren Mengen bereits wirksam und hat weniger Ne- benwirkungen. Unerwünschte Nebenwirkungen sind vor allem erhöhte Blutungsneigung und Osteoporose.
AD
Adaption: Anpassung
Akquisition:                    
Anamnese (Krankengeschichte): Art, Beginn und Verlauf der Erkrankung. Steht am Anfang einer Behandlung.
Aneurysma: sackförmige Ausweitung eines Blutgefäßes infolge angebore- ner oder erworbener Wandveränderungen
Angiodysplasie: Synonym für Angeborene Gefäßfehlbildungen Angiographie: Röntgenuntersuchung der Gefäße, meist der Arterien. Abhän- gig von der Darstellung zeichnen sich die mit Kontrastmitteln gefüllten Blutge- fäße dabei als dunkle oder helle „Schatten“ vom Gewebe ab. Angiokeratosen=Angiokeratome: angeborene oder erworbene gutartige                                                                                sich um kapilläre oder kavernöse Hämangiome, bzw. Gefäßektasien (be- grenzte Ausdehnung eines Gefäßes). Manchmal können durch Einblutungen und anschließende Thrombosierung schwärzliche Verfärbungen entstehen. Angiologie: Teilgebiet der Medizin das sich mit Gefäßerkrankungen beschäf- tigt
Angiom: geschwulstartige Neubildung von Gefäßgewebe durch Gefäß- sprossung, gutartig. Spezielle Formen: Hämangiom (Neubildung von Blutge- fäßen), Lymphangiom (Neubildung von Lymphgefäßen)
Anomalie: (griech.: Ungleichheit) Abweichung von der „normalen“ Entwicklung Aplasie: Fehlen einer Gefäßbildung oder Gefäßanlage
Arterien: Blutgefäße, die das Blut vom Herzen aus in die Körperteile leiten. Sie sind dickwandig und besitzen sogenannte glatte Muskelzellen. Arteriographie: Röntgendarstellung der Arterien mit Kontrastmittel atypisch: vom Normalen abweichend AV-Fisteln                                                                  - handene Kurzschlussverbindungen zwischen Arterien und Venen, die zu Durchblutungsstörungen in den zu versorgenden Gebieten führen. Avalvulie: angeborenes Fehlen von Venenklappen
Axillen: die Achselhöhlen.
Axillär: zu den Achselhöhlen gehörig
B
Besenreiser: sichtbare und erweiterte Venen in der Haut, Miniatur- Krampf- adern.
Bewegung: Ist das beste Naturheilmittel für die Venen. Körperliche Bewe- gung ist notwendig, damit die Muskelpumpe funktioniert und das Blut in                                                                                  kann. Insbesondere bei einer Venenschwäche hält Bewegung den Kreislauf des venösen Blutes in den Beinen in Schwung.
C
Chronische Erkrankung: Erkrankung, die bereits lange besteht
Circulus vitiosus: Teufelskreis. gleichzeitiges Vorhandensein zweier oder                                                                             Auch die Verschlimmerung einer Störung durch die zweckmäßige Behand- lung einer anderen Störung.
chronisch venöse Hypertonie: erhöhter Druck des Blutes im Venensystem                                                 
                                                                          - genügende Leistung, hier des Venensystems der unteren Extremitäten. Das venö-se Blut wird nicht ausreichend zurücktransportiert, führt zu Stauungen und dadurch zu hohem Druck in den Venen, so dass eine ausreichende Ver-                                                                        Abtransport von „Abfallprodukten“ nicht mehr möglich ist. Endstadium ist                                                                        
Dilatation: Erweiterung eines Gefäßes
Doppler-Ultraschall:                                                           Blutgefäße. Ultraschallwellen werden durch die Haut ins Gewebe geschickt und die von Blutkörperchen zurückgeworfenen Echosignale werden aufge- zeichnet. Dadurch können die Blutströmungsrichtung und die Geschwindig- keit ermittelt werden.
Dys-: Wortteil mit der Bedeutung Miß- oder Un-
Dysembryoplasie: Entwicklungsstörungen des Embryos, Fehlbildungen während der Embryonalperiode (Organogenese)
Dysfunktion: Funktionsstörung
dyskolorierte: fehlfarben
dysplastisch: fehlentwickelt oder fehlgebildet
E
Elephantiasias: enorme Anschwellung von Körperteilen infolge chronischer                                                                  Embolie: teilweiser oder vollständiger Verschluss eines Blutgefäßes durch mit dem Blutstrom verschleppte Teile eines Blutgerinnsels. Bei Thrombosen können sich Teile des Thrombus lösen und mit dem Blutstrom treibend in Lunge, Gehirn oder andere Organe gelangen.
Embolisation: nennt man den Vorgang der Einschwemmung. Therapeutisch wird auch gezielt ein künstlicher Verschluss von Blutgefäßen verursacht. Ma-                                                                           - len die über einen Katheter eingebracht werden.
Embryonalvene: Die Embryonalvene stammt aus der Embryonalzeit, ver-                                                                              -                                                                                                                                                         - tische Unterscheidung zur Marginalvene ist therapeutisch sehr wichtig, da Embryonal- und Marginalvene grundlegend unterschiedliche Therapiefor- men erfordern. endothelial:                                                             - proliferation, aktive: aktive Wucherung, Entzündung des Endothels Entitäten: in der Medizin ein Betrachtungsgegenstand, der für sich genom-                                                                                         Entität.
Epifaszial: oberhalb einer Faszie gelegen. Faszie ist das Bindegewebe das einzelne Muskeln oder Muskelgruppen umgibt. Im Venensystem gibt es so-                                              
Epiphysen: Endstücke der langen Röhrenknochen mit Wachstumszone (Epi- physenfuge) von der das Knochenwachstum ausgeht. Durch Blockierung der                                                                        oder Korrektur des Längenwachstums erreicht werden. (Als Epiphyse be- zeichnet man auch die an der Gehirnbasis gelegene Zirbeldrüse) Epiphyseodese: Blockieren der Epiphysenfuge
Erysipel: Wundrose, Rotlauf. Bakterielle Infektion (meist durch Streptokok- ken) der oberen Hautschichten und Lymphwege mit scharf begrenzter star- ker Rötung, heftigen Schmerzen, Fieber und Schüttelfrost. Das Erysipel geht von kleinen Hautverletzungen aus und tritt meist an Armen, Beinen oder im Gesicht auf.
expansiv: ausdehnend, verdrängend
Exstirpation: vollständiges operatives Entfernen eines Gewebeteiles extratrunkulär: beschreibt die morphologische Form der GF und bedeutet, dass diese Gefäße aus dem primitiven kapillaren Blutnetzwerk entstanden sind.
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