Page 35 - Magazin Ausgabe 1, September 2012
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   Gleiches gilt für die Beteiligung einer Perforansvene (Verbindungsvene zwischen dem tiefen und dem                                                - tritt in das tiefe Venensystem mit Ausbildung einer Thrombose verhindert werden.
Phlebitiden bei Patienten mit Angiodysplasien
Phlebitiden sind bei Menschen mit Angiodysplasien recht                                                        - bitiden. d.h. Thrombosen, die sich in erweiterten Venen- abschnitten (Varizen) bilden. Diese zusätzlich oder falsch angelegten erweiterten Venenabschnitte im subkutanen Fettgewebe sind ja eben typisch für die Angiodysplasien vom Typ Klippel Trenaunay.
Auch hier gelten lokale Reizungen z.B. durch ein Trauma oder auch langes Sitzen und Stehen als Auslöser. Gerade im Bereich der Hände und Füße sind kleine Stöße nicht vermeidbar und schon bildet sich Stunden später eine kleiner schmerzhafter Knubbel, der einer Phlebitis ent- spricht. Daher sind auch bestimmte Sportarten, die mit erhöhtem Risiko für Tritte oder Stöße einhergehen für Pa- tienten mit Angiodysplasien nicht geeignet
Langes Stehen und Sitzen spielt im Bereich der Arme kei- ne Bedeutung aber im Bereich der Beine. Andere Ursa- chen können auch allgemeine grippale Infekte sein, die die Zusammensetzung des Blutes verändern und sein Gerinnbarkeit steigern. Bei Frauen kann die Einnahme                                                                                                                      - rapie der Angiodysplasien können in den angrenzenden                                                            jedoch keine auslösende Ursache bewusst.
Interessanterweise bekommen kleine Kinder, die noch                                                               
selten eine Phlebitis. Eine Erklärung dafür gibt es nicht. Der kindliche Organismus ist aber gegen Thrombosen insgesamt besser geschützt. Die Phlebitiden treten daher                                                       - senenalter in Erscheinung.
Bei der Therapie muss immer an die Kompression und An- tikoagulation gedacht werden. Ob man die Kompression und Antikoagulation einsetzt hängt von der Ausdehnung und der Lokalisation der Phlebitis ab. Eine kleine Phlebi- tis am Finger oder der Hand kann auch nur lokal gekühlt werden, da die Anlage eines Kompressionsverbandes an der Hand schwierig ist und manche Patienten mehr Angst vor dem Spitzen des Heparinpräparates haben als vor dem lokalen Schmerz.
Bei Phlebitiden an den Beinen sollte konsequenter be- handelt werden als bei Phlebitiden an den Armen. Phle- bitiden an den Beinen gehen mit einem größeren Risiko einher, sich zu einer Thrombose auszuwaschen und da- mit einen dauerhaften Schaden zu hinterlassen, der die Schwellneigung des Beines dauerhaft verschlechtert.
                                                                das Blutgerinnsel in der erweiterten Vene komplett wie- der abgebaut und der Zustand ist unverändert. Manchmal verklebt die Phlebitis die erweiterte Vene auch und die Venensegmente bleiben dauerhaft verschlossen. Manch- mal baut sich das Thrombusmaterial zu Bindegewebe um oder verkalkt sogar, so dass die Venenabschnitte derb oder hart werden und bleiben.
Ob man den Verlauf und die Heilung einer Phlebitis durch die Therapie mit Kompression und Antikoagulation be-                                                               bessern sich unter diesen Maßnahmen aber schneller als ohne diese Maßnahmen.
September 2012
Stimmen aus dem BV
                           
  Kinder sind sehr stark
  Kinder bekommen mehr mit als man denkt
  Ohne die richtige Erklärung verstehen sie Sachver- halte falsch, schlimmstenfalls dramatischer als sie sind
  Erfahrungsaustausch und Information sind unglaublich wichtig und hilfreich, außerdem geben sie Kraft
  Fragt nach bei Euren Kindern!
  Fragt nach auch bei den Ärzten!
  Unterschätzt nicht Eure Kompetenzen und die Eurer Kinder
  Auch Kinder haben eine Meinung und sollten in Entscheidungen involviert werden
  Toben und Blödsinn machen jedem Kind Spaß und gehören zum Leben dazu!
  alle Arztberichte und Untersuchungsergebnisse sollten auch zu Hause aufbewahrt werden. So ver- fügt man unabhängig und jederzeit über die Kran- kenakte.
  der Seele ist genau dieselbe Beachtung zu schen- ken wie dem Körper
  Nutzt die Möglichkeiten und Angebote bestehender Netzwerke
  Was man nicht ändern kann, sollte man annehmen und was man ändern kann, das sollte man ändern
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