Page 22 - Magazin Ausgabe 1, September 2012
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September 2012
lende Aufhellung erreicht ist. Der Grad der Aufhellung                                                             -                                                             solche in den Randbereichen des Gesichts oder am Hals.                                                              - rungen an Hand und Fuß hartnäckiger als in den übrigen Regionen.
Eine vollständige Entfernung des Feuermals ist im Regel- fall nicht möglich.
Die Behandlung ist bei Jugendlichen und Erwachsenen zumeist ambulant möglich, bei Säuglingen und Klein- kindern nur in Vollnarkose im Rahmen eines stationären Aufenthaltes. Dennoch ist ein früher Behandlungsbe- ginn (nach dem 6. Lebensmonat) sinnvoll, da dann bes- sere Resultate in weniger Behandlungen erzielt werden können.
Die kapillär-lymphatischen Malformationen müssen auf Grund ihrer deutlich helleren Färbung vom klassischen Feuermal unterschieden werden. Trotz der helleren Fär- bung ist hier das Ansprechen auf die Therapie geringer,                                                                den unteren Extremitäten, aber auch umschriebene dun- kel- livide Naevi z.B. am Stamm aber auch den Extremitä- ten sind gar nicht selten nur die Spitze eines Eisberges. In vielen Fällen verbirgt sich dahinter eine tiefer liegende, gemischt venös-lymphatische Malformation. Dann gelten zusätzlich die Regeln für die Behandlung der tiefer lie- genden Gefäße mit anderen Lasersystemen.
Gesicht der Patientin nach einer Serie von Behandlungen
Eine lymphatische Beteiligung führt bei manchen Pati- enten zur Ausbildung dunkler Verkrustungen innerhalb der eher hell gefärbten Feuermale. Bei ausgeprägten Befunden leiden die Patienten neben der ästhetischen                                                          und Entzündungsschüben. In diesen Fällen wird eine möglichst weitgehende Beseitigung der Verhornungsstö- rungen angestrebt.
Hierfür kommen der Nd:YAG Laser aber auch der CO2-La- ser in Betracht. Es muss darauf hingewiesen werden, dass                                                                                                   
Allgemeine Behandlungsprinzipien tiefer liegender Malformationen
Die Laserbehandlung aller Formen von Malformatio- nen mit der Beteiligung tiefer liegender Strukturen (Un- terhaut-Fettgewebe, Muskulatur, Gelenke) richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild des Patienten.
Zumeist stehen ein Spannungs- und Schwellungsgefühl im Vordergrund, die Dehnung von Sehnen oder der Druck auf benachbarte Nerven kann zu Schmerzen führen.
Allein die Volumenvermehrung bewirkt eine Bewegungs- einschränkung, im Fall von Gelenkbeteiligungen mit Ein- blutungen wird sich dies zunehmend verstärken.
Letztendlich ist das Ziel jeder Laserbehandlung, eine Schrumpfung bis Verödung der krankhaft angelegten Ge- fäßstrukturen. Es gilt also, vor Therapiebeginn zu überle- gen, wie dieses Ziel zu erreichen ist.
Generell richtet sich die Auswahl des Lasers und die Art der Anwendung nach verschiedenen Parametern, die in unterschiedlicher Mischung vorliegen können: der Art                                                                                                                       mit dem Auge erkennbar bzw. in der Duplexsonographie                                                                - nen Gefäße (in der Haut, direkt unter der Haut, tiefer im Fettgewebe, tief in der Muskulatur oder in einem Gelenk- raum).
                                                          umso weniger aggressiv kann die Laseranwendung sein. Daher kommen für solche Veränderungen gepuls- te (FDL, KTP-Laser) oder getaktete (Nd:YAG) Lasersyste- me in Frage, deren Eindringungsvermögen auf die obe- ren Hautschichten begrenzt ist, bei denen daher jedoch auch das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen gering ist.
Krankhafte Gefäße im Unterhautgewebe kann das Laser- licht nur erreichen, wenn es gelingt, die Hautschicht zu überwinden, ohne diese selbst zu zerstören. Wir errei-                                                             wasserklarer Eiswürfel kühlen und durch das Eis hindurch lasern (Abbildung 2).
Nd:YAG Laserbehandlung unter Eiswürfelkühlung
Damit entfaltet sich die schrumpfende Laserwirkung, je nach eingestellter Leistung und je nach ausgeübtem Druck, erst in einer Tiefe von 1-2 cm.
Liegen die erweiterten Gefäße noch tiefer, z.B. innerhalb der Muskulatur, sind diese nur über eine Punktion zu er- reichen (Abbildung 3).
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