Woran erkennt man ob ein Kind betroffen ist ?

Bei der Geburt ist häufig nicht sofort erkennbar welche Probleme bei einem Kind vorliegen. Man unterscheidet einfache Hämangiome von dem komplexen Klippel-Trenaunay Syndrom. Hämangiome sind vermehrt oder falsch angelegte Blutgefäße. Sie können in jedem Organ (Hirn, Niere, Leber) und in jeder Struktur (Knochen, Muskel, Fettgewebe, Haut) sitzen. Nur sehr oberflächliche Hämangiome kann man durch eine rötliche oder bläuliche Hautveränderung schon auf den ersten Blick erkennen. Manche Hämangiome sind bei der Geburt sehr klein und blass und werden erst mit der Zeit intensiver.

Das Bild zeigt ein Hämangiom am Unterbauch. Man erkennt die Hautverfärbung und kleine Knötchen im Randbereich. Die Knötchen sind kleine Anteile des gesamten Hämangioms, die sich erst langsam aus dem Hautniveau entwickeln.

In eine türkischen Untersuchung an etwa 969 Patienten mit Hämangiomen wurde gezeigt, dass ein Teil der kutanen Hämangiome erst im Verlauf der ersten Monate von den Eltern erkannt wurden.

Bei peripheren Angiodysplasien ist es viel schwieriger, diese als solche zu erkennen. Manchmal fallen Schwellungen und seitendifferente Beinlängen erst auf, wenn die Kinder wachsen und anfangen zu laufen. In der gleichen türkischen Studie wird über 158 periphere Angiodysplasien berichtet. Eine Teil dieser Veränderungen wurde erst lange nach Ablauf des ersten Lebensjahres diagnostiziert.

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