Wie wirkt Heparin ?

Heparin hat vielfältige, im Einzelnen noch nicht ganz geklärte Wirkungen. Für die praktische Anwendung müssen zwei Darreichungsformen des Heparins unterschieden werden:
Heparinlösungen zur intravenösen oder subkutanen Injektion: Hierbei stehen vor allem seine gerinnungshemmenden und gerinselauflösenden Eigenschaften im Vordergrund.

Salben und Gelzubereitungen zur lokalen Anwendung:
Hier sind insbesondere die entzündungshemmenden Eigenschaften des Heparins von Bedeutung.

Seit einigen Jahren steht auch niedermolekulares Heparin (NM) zur Verfügung, welches mehrere Vorteile gegenüber dem unfraktionierten Heparin bietet. NM Heparin hat eine längere Halbwertzeit und ist bei einmaliger täglicher Gabe genauso wirksam wie zweimal täglich verabreichtes herkömmliches Heparin.
Auch das Nebenwirkungsprofil von NM Heparin ist günstiger. Die Behandlung mit NM Heparin erfolgt subkutan nach Gewichtsklassen. Laborkontrollen zur Dosisanpassung sind nicht notwendig.
Es ist z.B. durchaus vertretbar einen Patienten mit tiefer Beinvenen-Thrombose (ö.ä. Krankheitsbild), der über ein normales Ausmaß an körperlicher Aktivität verfügt und zuverlässig eine Kompressionstherapie durchführt, auch ambulant mit niedermolekularem Heparin und Kompressionsverband zu therapieren. (Auszug aus: Dr. Kaulen,DG ,Venen.de)

Kommentieren